Gitarren-Akkorde über Skalen erstellen

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Auf dieser Seite lernst Du wie man

  • über natürliche Skalen Akkorde erstellt ohne Noten zu lernen
  • Akkorde mit dem Grundton auf der hohen e-, H/B-, G- und D-Saite erstellt

Um diese einfache Art und Weise des Erstellens von Akkorden über Skalen nachvollziehen zu können, solltest Du Kenntnisse über Tonstufen in Gitarren-Skalen als auch Kenntnisse über die Akkordqualitäten in Dur und Moll mitbringen. Beides kannst Du in Kürze auf Gitarre-üben.de erlernen.


 

Warum man Gitarren-Akkorde über Skalen erstellen kann

Jeder Skalenton hat eine bestimmte Intervallqualität innerhalb eines Tongeschlechts (Dur/Moll), ist also eine Prime oder Sekunde oder Terz etc. Stellt nun ein Skalenton den Grundton eines Gitarren-Akkordes dar, so musst Du Dich fragen, ob dieser Akkord Dur oder Moll sein muss und ob er evtl. eine verminderte Quinte aufweist. Da Du weißt, welche Tonstufe / Intervallstufe der Skalenton darstellt, weißt Du auch gleichzeitig, von welcher Qualität der Akkord sein muss. Hier gelten wiederum die exakt gleichen Regeln wie bei den Akkordstufen in Dur und Moll.

Beispiele

  • Baust Du einen Akkord auf der Quinte einer natürlichen Dur-Skala auf, dann weißt Du, dass dies ein Dur-Akkord sein muss mit ‚normaler’ Quinte.
  • Baust Du einen Akkord auf der Terz einer natürlichen Moll-Skala auf, dann weißt Du, dass der Akkord ein Dur-Akkord sein muss mit ‚normaler’ Quinte.
    Würdest Du den Akkord auf der Sexte der Skala aufbauen, dann wäre dieser ebenfalls Dur, jedoch mit verminderter Quinte.


Akkorde auf der hohen e-, H-, G- und D-Saite

Nachfolgend werden auf Basis einer natürlichen G-Moll-Skala Akkorde vorgestellt, deren Grundton sich auf der hohen e-, H/B-, G- und D-Saite dieser Moll-Skala befindet. Über die grauen Punkte innerhalb der Grafiken wird die Skala dargestellt. Die aufgeführten Intervallstufen (die Zahlen in den blauen und grünen Punkten) stellen dabei Prime, Terz und Quinte des jeweiligen Gitarren-Akkordes dar, nicht die Intervallstufen der Skala.


Grafik: Darstellung von Akkorden innerhalb einer Skala




 
Der Grundton des Akkords (blau) befindet sich auf der Prime innerhalb der Moll-Skala. Der darauf aufbauende Akkord muss somit ein Moll-Akkord sein, zu erkennen an der kleinen Terz (3, grün)

 

Der Grundton des Akkords (blau) befindet sich auf der Septime innerhalb der Moll-Skala. Der darauf aufbauende Akkord muss somit ein Dur-Akkord sein, zu erkennen an der großen Terz (3, grün). Große Terz im Vergleich zum Schaubild links, in dem die Terz einen Halbton höher ist.

    



Akkord-Grundton = Terz der Skala

--> Dur-Akkord


 

Akkord-Grundton = Quarte der Skala

--> Moll-Akkord

  
 


Akkord-Grundton = Terz der Skala

--> Dur-Akkord

 


Akkord-Grundton = Quinte der Skala

--> Moll-Akkord

  

 

Akkord-Grundton = Sexte der Skala

--> Dur-Akkord

 
 

Akkord-Grundton = Quinte der Skala

--> Moll-Akkord

  

 

Akkord-Grundton = Septime der Skala

--> Dur-Akkord

 


Akkord-Grundton = Quinte der Skala

--> Moll-Akkord

  
 


Akkord-Grundton = Sekunde der Skala

--> Dur-Akkord

 


Akkord-Grundton = Prime der Skala

--> Moll-Akkord

  


 

In keinem dieser oben aufgeführten Akkorde tritt eine verminderte Quinte auf. Dies wäre der Fall, wenn Du in einer

  • Dur-Skala auf der Sexte einen Akkord erstellen würdest 
  • Moll-Skala auf der Sekunde einen Akkord erstellen würdest

Eine verminderte Quinte ist eine um einen Halbton reduzierte Quinte. Du musst also lediglich die Quinte (5) in den Schaubildern oben um einen Halbton ‚nach hinten’ verschieben. Das nachfolgende Schaubild soll dies verdeutlichen.


Grafik: verminderte Quinte in Akkorden