Gitarre spielen und Improvisieren lernen über Tonstufen / Intervalle statt Noten
Bei Musik-Theorie denken die meisten an Noten lernen, Notenschlüssel, bärtige Musiklehrer und –besonders unangenehm- ein Musikinstrument, das in der Ecke steht.
Hier lernst Du das Spielen von
- Skalen
- Akkorden
- freier Improvisation
über sog. Tonstufen, auch Intervalle genannt. Das ist nicht nur sehr einfach, sondern auch noch oben erwähnte Nebeneffekte.
Ein/e Tonstufe/Intervall ist der Abstand eines Tones zum Grundton (Tonika). Dazu musst Du gerade mal bis 7 zählen und lediglich wissen, wie groß die Intervalle der Tongeschlechter Dur und Moll sind. Das war´s!
Grafik: Intervalle auf dem Gitarren-Griffbritt am Beispiel F-Dur
Warum es einfacher ist Gitarre über Tonstufen spielen zu lernen
Immer zu wissen, auf welcher Tonstufe man sich befindet ist so einfach wie es effizient ist. Warum? Weil jeder Ton innerhalb eines Tongeschlechts (Dur und Moll) einen bestimmten, immer gleichen Effekt oder auch immer gleiche Stimmung beim Menschen auslöst. Statt immer zu wissen, welche Note man spielt, ist es also viel wichtiger zu wissen, welche Tonstufe man bedient. Deinen Zuhörer interessiert nur, in welche Stimmung die Musik ihn versetzt, nicht welche Töne tatsächlich gespielt werden.
Wer immer weiß auf welcher Tonstufe in welcher Tonart er sich bewegt, kann theoretisch keine Fehler mehr machen und z.B. ganz gezielt Solo spielen und Stimmungen erzeugen. Und darum geht´s wohl bei Musik - sonst seid ihr auf dieser Seite falsch.
Beispiel
Die dritte Tonstufe einer Moll-Tonleiter, die Terz, löst ein Gefühl von Spannung aus. Die Moll-Terz ist aggressiv und vorlaut.
Trotz der Simplizität über Tonstufen zu spielen, lege ich euch nahe, die Töne der tiefen E und A-Saite bis zumindest zum 12. Bund drauf zu haben. Das erleichtert das Arbeiten mit anderen Musikern und ist sehr hilfreich beim Lernen von Skalen.